Historische Informationen zur Jurte PDF Drucken

Eine Jurte ist ein Faltzelt, welches von den mongolischen, tungischen und türkischen Völkern Innerasiens benutzt wird. Es wurde entwickelt, um den Bedürfnissen des Nomadenlebens zu entsprechen.

Jurte

Dank seiner findigen Konstruktion ist es hoch flexibel, leicht aufzustellen und zu transportieren, trotzdem robust und geeignet, extreme Witterungsbedingungen zu überstehen, d.h. wohlangepaßt an natürliche Umgebungen. Als Heim reflektiert es die soziale und spirituelle Ordnung seiner Bewohner und erfüllt seine Funktion nicht nur als Platz zum Leben, Arbeiten und Zusammenleben, sondern auch als kulturelles Zentrum. Sogar für Nomaden, die sich niedergelassen haben, ist es eine bequeme Einrichtung, die sie modernen Häusern vorziehen. Eine Anzahl von mongolischen, als auch türkischen Völkern sind geblieben, was ihre Väter waren: Nomadische, tierzüchtende Bauern, die hauptsächlich von Milchprodukten und Fleisch, aber auch Großwild, lebten. Sie züchten hauptsächlich Schafe, einige Kamele und sind namenhafte Reiter seit den Tagen Dschingis Khans. Die Trennung der Geschlechter spiegelte sich sowohl in der Arbeit, als auch im Zelt wider, und verlieh den Frauen eine recht starke soziale Position.

Quelle: Überseemuseum Bremen

Mongolische Jurte