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Es war einmal...
eine Sippe Namens Jormungander. Sie war im Stamm ASGARD dafür bekannt, dass sie vor Kreativität nur so strotzte. Ihr fehlte jedoch noch der Beweis, dass sie etwas besonderes war. Eines Tages kam den Sippenmitgliedern eine überwältigende Idee, wie sie sich vom Rest des Stammes auf Fahrt und Lager abheben konnten.
Sie bemalten ihr Pentagon (S-Kohte mit 5 Bahnen / Anmerk. d. Red.) mit ihrem Sippenwappen: der "Schlange Jormungander". Dies sollte eine harte und schweißtreibende Arbeit werden. Am Ende aber machte sie sich bezahlt und so leben sie nun glücklich und zufrieden bis an ihr Ende in ihrem Schwarzzelt." Falls es jemanden interessiert wie man ein Schwarzzelt am besten bemalt, dann sollte sie oder er den folgenden Bericht lesen.
Das Märchen der Pentagon-Bemalung (das endlich wahr wurde!)
Bevor es überhaupt losgehen konnte, mussten wir natürlich erst einmal ein Motiv finden, dass uns unseres Zeltes würdig erschien. Wir wälzten also Bücher, kramten alte Fotos heraus und suchten im Internet nach Vorlagen... Die Erzählung dieser Vorgeschichte wollen wir Euch jedoch ersparen. Soviel sei jedoch gesagt: Unten sollte irgendwie "Erde" hin, oben "Himmel" und in der Mitte sollte das Sippenwappen prangen.
Zuerst haben wir mit Schablonen und Kreide Flammen (dies ist nur ein kreatives Beispiel) auf das langweilige Schwarzzelt vorgezeichnet. Die Flammen sollen übrigens die Südseite der germanischen Welt "Muspell" symbolisieren.
>Nach langem hin und her bemerkten wir, dass wir, bevor wir die Farbe auftragen konnten, erst eine Grundierung auf die Bahn bringen mußten. Am besten geht das natürlich mit weißer Textilfarbe. Das ist zwar doppelte Arbeit, aber auf schwarzer Zeltbahn sieht man grüne Textilfarbe nun mal schlecht.
Zwei unserer Sippenmitglieder haben den unwiderstehlichen Drang, sich immer und überall präsentieren zu müssen. Hier bot sich endlich die Möglichkeit, mit der ersten bemalten Kohtenbahn zu protzen. Eigentlich ist sie ja auch ganz hübsch geworden - also, die Kohtenbahn.
Nachdem die Grundierung getrocknet war, konnten wir mit der Bemalung mit der eigentlichen Farbe beginnen. Hier entsteht gerade der "Himmel". Dazu haben wir ein germanisches Ornament ausgewählt und dies natürlich "himmelblau" angemalt. Ein kleiner Tipp am Rande: Fangt nicht mit solch kniffliger Scheiß-Arbeit an!!! Diese Arbeit kostet echt Nerven. Und wenn man dabei nicht konzentriert ist, heißt es: nacharbeiten und den schwarzen Textilstift rausholen.
Zwischen Himmel und Erde sollte nun die Schlange Jormungander herrschen und die Welt zusammen halten. Weil Schlangen aber nicht einfach nur grün sind, haben wir mit Schwämmen eine Struktur auf die Bahnen gebracht. (siehe Flammen und Körper der Schlange)
Es war sehr schwierig, die passende Farbauswahl für ein Schlangenauge zu treffen. Niemand von uns hat je zuvor einer Schlange von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden und das Weiße in ihrem Auge gesehen. Also haben wir alle Vorschläge lange diskutiert. Was dabei rumgekommen ist, könnt Ihr ja hier sehen.
{mosimage}Textilfarbe hat die unliebsame Eigenschaft, einfach nur in die Baumwollfaser einzudringen, um dort auf den ersten Regen zu warten. Dann kann jedoch ein Unglück passieren und aus der liebevollen Arbeit wird nur ein großer Farbenbrei. Also: Vor dem ersten Regen die Bahnen an den bemalten Stellen bügeln. Wichtig: ein Baumwolltuch dazwischen legen, sonst gibt's Ärger mit Mama!!! Schließlich soll die Farbe hinterher nicht auf Papas bestem Hemd zu sehen sein.
Nach harter Arbeit war die erste Bahn fertig. Himmel oben, Schlange in der Mitte, Erde unten. Perfekt!
Nach noch mehr harter Arbeit konnte sich unsere Sippe auf die erste Nacht im eigenen Pentagon freuen.
Und so sieht das gute Stück aus, wenn es "im Einsatz" ist. |