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| Die Zukunft der Kohte |
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Unsere auf Fahrt & Lager gebrauchte "Kohte" wurde vor etwa 60 Jahren der "Kotta" der finnischen Lappen nachempfunden und bei uns eingeführt. Die "Lappen-Kotta" wurde in Lappland seit Jahrhunderten von den dort lebenden Rentier-Lappen in der Wildnis genutzt. Sie unterschieden zwischen Winterkotta und Sommerkotta.
Die Winterkotta, bestand aus einem zum Kegel zusammengestellten Stangengerüst, das mit Graswasen belegt, und zu einem unauffälligem großen Erdhügel wurde. Die Sommerkotta bestand aus einem ähnlichen, aber leichteren Stangenkegel, der ursprünglich mit Rentierfellen, später mit Leinwandplanen abgedeckt wurde. Sie ist transportabel und begleitete die Familie bei den Wanderungen ihrer Herden. Beide Zelttypen sind reine Wohnzelte, in denen die Lappenfamilien ihr ganzes Leben verbringt, und nicht – wie bei unseren Kohten – ein vorübergehender Schutz vor der Witterung.
Was aus unserer Kohte aber auch noch werden kann, wird bei diesem Beispiel recht deutlich:
Angesichts ständiger weltweiter Unruhen und kriegerischer Auseinandersetzungen ist dieses Zelt, das unserer Kohte ziemlich ähnlich sieht, als Zeichen für den Frieden tatsächlich entworfen worden. Es kann in Krisengebieten per Fallschirm abgeworfen werden. Wie die Kohte auch bietet dieses Überlebenszelt Platz für bis zu 7 Personen. Die Konstruktion kann den unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten und klimatischen Bedingungen angepaßt werden. Als leichtes Traggerüst für die textile Außenhaut dient nicht wie bei uns ein Zweibein, sondern ein teleskopartiger Dreibein aus Aluminium. In der Mitte des zweigeschossigen Raumes befindet sich eine Art Badezimmer aus einer wasserdichten Membran mit Toiletten, Dusche, faltbaren Waschbecken und eine Kochgelegenheit. Der leere Frischwassertank dient beim Abwurf als luftgefülltes Aufprallkissen. Die extrem leichte Außenhaut des Zeltes ist außerdem unempfindlich gegen UV-Strahlen, wasserdicht und reißfest.
Heute können wir uns nicht vorstellen in solch einer Zukunfts-Kohte zu übernachten. Aber schon bald werden vielleicht auch wir einmal mit solchen Zelten auf Fahrt gehen. Warten wirs ab! Franck Aus: s'Eischblättsche II/00, Zeitschrift der CP-Dreieich
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Unsere Pfadfinder-Kohte ist der Sommerkotta mit den von uns zur Verfügung stehenden modernen Materialien in idealer Form nachempfunden. Sie bietet sämtliche Vorteile dieser uralten Wildnisbehausung. Natürlich ist es kein modernes High-Tech Zelt, aber immerhin eine Verbesserung der damaligen Behausung. Außerdem wollen wir ja auch die Natur so erleben wie sie ist und durch das offene Rauchloch der Kohte zum Sternhimmel hinaufschauen können.
Im Untergeschoß gibt es zwei übereinander liegende Zelt-Außenwände, die als Taschen ausgebildet sind und zum Beispiel in der Wüste mit Sand, in den Polarzonen mit Schnee gefüllt werden können und somit einen guten Wärme- beziehungsweise Kälteschutz bieten. Tageslicht und Ausblicke in die Natur wird durch Acrylglasscheiben in der Decke und Zeltwand ermöglicht. Energie bekommt man durch Solarzellen und Windgeneratoren.